Vielen Menschen ist der Begriff Mentaltraining zwar bekannt, sie wissen jedoch trotzdem nicht genau, was sie sich darunter vorstellen können. Darum gibt es hier nochmal einen kurzen Überblick darüber, was Mentaltraining ist, wie es wirkt und in welchen Bereichen es Anwendung findet.

Was ist Mentaltraining?

Mentaltraining kommt ursprünglich aus dem Sport. Es ist dort das bewusste Sich-Vorstellen bestimmter Bewegungsabläufe, ohne die Handlung aktiv auszuführen. Eine Verbesserung in der Vorstellung führt dabei zu einer tatsächlichen Bewegungsverbesserung.

Das Prinzip hinter dem Mentaltraining sind die self-fulfilling-prophecies, die selbsterfüllenden Prophezeiungen. Das funktioniert folgendermaßen: Wenn ein Mensch glaubt, dass etwas passieren wird, dann trägt er – bewusst oder unbewusst – durch sein Handeln dazu bei, dass das Ereignis tatsächlich eintritt.

Wenn du glaubst, dass du etwas schaffst, und selbst davon überzeugt bist, dann wirst du es auch schaffen. Im Gegenzug können negative Gedanken dann aber auch zu negativen Ergebnissen führen.

Im Mentaltraining wenden wir uns bewusst den positiven Emotionen und Gefühlen zu, um damit nachhaltig unser Leben positiver zu gestalten und glücklicher und selbstbestimmter zu leben.

Wie wirkt Mentaltraining?

Mentaltraining baut auf der Technik des Visualisierens auf. Das Visualisieren ist die bildliche Vorstellung des gewünschten Zustandes. Wir erzeugen dabei also ein Zielbild, das auf uns sehr attraktiv wirkt. Durch die regelmäßige bewusste Vorstellung dieses Zielbildes aktivieren wir unser Unterbewusstsein. Dieses kann nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden und setzt deshalb alles daran, dieses Zielbild auch umzusetzen und wahr werden zu lassen.

Um mental arbeiten zu können, brauchen wir einen Entspannungszustand. Das bedeutet, dass unser Körper so entspannt ist, dass sich unsere Gehirnwellen in einem Bereich befinden, in dem es uns besonders leicht fällt, uns Dinge vorzustellen, lösungsorientiert zu denken und zu regenerieren. Es ist ein leichter Entspannungszustand, den wir durch verschiedene Übungen erreichen können.

In meinem Methodenkoffer befinden sich deshalb neben klassischen Techniken aus dem Mentaltraining auch Entspannungsübungen wie Fantasiereisen, die Progressive Muskelentspannung oder einfache Atemübungen, die du in deinem Alltag bewusst umsetzen kannst, um dich zu entspannen.

Wo wird Mentaltraining eingesetzt?

Die Anwendungsbereiche von Mentaltraining sind sehr vielfältig. Es kann eingesetzt werden im Sport, in Schule, Ausbildung oder Beruf, im sozialen Kontext oder in der Persönlichkeitsentwicklung.

Es wird angewandt zur Konzentrationssteigerung, zur Motivation und bewussten Zielsetzung, aber auch bei Konflikten mit sich selbst und mit anderen, bei Lernblockaden und Stress, bei Berufswechsel und Umorientierung, zur Verarbeitung negativer Erlebnisse und zur bewussten Schulung bestimmter positiver Eigenschaften.